GESCHICHTE DES SHOTOKAN KARATE

Shotokan Karate ist der verbreiteste Stil von mehreren Karate - Stilen.
Der Begründer dieses Stils war Gichin Funakoshi.

Er war ein Einwohner Okinawas und ging nach Japan, um dort das Karate - Do
zu unterrichten.
Ursprünglich stammt das japanische Karate von der Insel Okinawa,
wo sich die Kampfkunst von chinesischen Soldaten (Kempo) und die
Kampfkunst der Einheimischen zu einer neuen Kampfart,
genannt Okinawa - Te, weiterentwickelte.

Während der politischen Änderungen in Okinawa wurden sämtliche Waffen
verboten und Okinawa - Te erlebte seine Blütezeit.

Zu dieser Zeit wurden auch aus Alltagswerkzeug Waffen hergestellt:
Das Dreschwerkzeug der Bauern wurde zum Beispiel zu Nunchakus
zweckentfremdet.
Gichin Funakoshi überarbeitete die Techniken des Okinawa - Te unter
wissenschaftlichen Gesichtspunkten und arbeitete ein Konzept aus, welches es
ermöglichte gefahrlos Wettkämpfe abzuhalten.

In diesem Zeitraum etwa sprach man das erste mal von Kara - Te, wenn es auch zu
diesem Zeitpunkt eine andere Bedeutung hatte als heute. Damals hatte es die
Bedeutung von "China - Hände" und wurde auch anders geschrieben. Dann wurde der Begriff abgeändert in "Leere Hände" (immer noch gleich ausgesprochen),
was mehrere Gründe hatte:

1. Durch die Änderung der Techniken betrachtete man es nicht mehr als chinesische
Kampfkunst.

2. Durch den Begriff "leer" wollte man zu verstehen geben, daß man unbewaffnet ist.

3. Der Einfluß des Zen - Buddhismus: Der Karateschüler soll sein Inneres leer machen von Selbstsucht und Boshaftigkeit, um sich ganz auf das Karate zu
konzentrieren.

Deshalb spricht man von "Karate - Do".
Der Weg  (Do) des Karatekas zu sich selbst durch das Karate.

Da in Japan auch mehrere Karate - Richtungen aufkamen, nannte Gichin Funakoshi
seinen Stil nach dem Gebäude, in dem er unterrichete: SHOTOKAN


Das höchste Ziel im Karate - Do ist 
nicht der Sieg oder die Niederlage,
sondern die Perfektion des
menschlichen Charakters!
Leitsatz von GICHIN  FUNAKOSHI